Bericht
Spielbericht:
ERSTE MUSS SICH IN RHINOW MIT 1 PUNKT BEGNÜGEN
Im ersten von 4 Auswärtsspielen am Stück zog es unsere Erste nach Rhinow, wo die Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte auf den SV Rhinow-Großderschau traf.
Die Rhinower hatten zum Auftakt einen Punkt daheim gegen Seddin geholt, weshalb man auf Kickers-Seite mit Respekt auflief, jedoch sollte sich schon nach wenigen Minuten herausstellen, dass der Gegner an diesem Tage fußballerisch kaum mithalten würde. Die Gastgeber versuchten, dies über 90 Minuten mit hartem Einsatz an der Grenze des Erlaubten wettzumachen, trotzdem gerieten die Roten gleich zu Beginn durch einfache Ballverluste unter Druck. Leider konnten unsere Mannen dies nicht zu Toren nutzen, Schüsse von Krüger (1.) und Schubert (2.) verfehlten ihr Ziel. Rhinow machte erstmals nach 12 Minuten mit einem 18m-Schuss von Stefan Ruff auf sich aufmerksam, allerdings verzog der Kapitän der Hausherren um einige Meter. Die nächste Kickers-Möglichkeit bot sich Rabia El Youssef, der aber von Schneider freigespielt die Kugel aus 16m nicht voll traf und links vorbei schoss. Ebenfalls das Tor verfehlte nach Ablage von Teichmann Kapitän Tobias Krüger. Die Kickers blieben tonangebend, jedoch erspielten sich die Gäste kaum Möglichkeiten. Bei über 30°C häuften sich zunehmend auch die Fehler und der SVRG deutete über die schnellen Schultz und Wolf seine Gefährlichkeit an, noch aber ohne Konsequenzen. Die Umstellung von 3-5-2 auf 4-1-4-1 sorgte nach der Trinkpause vor allem für weniger Stabilität in der Kickers-Defensive, insbesondere bei Kontern war man nun deutlich anfälliger, bei der ersten Kontermöglichkeit scheiterte Dalmann noch, sein Schuss von der rechten Strafraumgrenze segelte knapp über das Potsdamer Tor (28.), nur 4 Minuten später machten es die Gastgeber besser. Ein unnötiger langer Ball von Teichmann wurde vom vollschlanken Libero Christian Granzow per Kopf weit geklärt, so weit, dass damit die komplette aufgerückte Mittelfeldreihe überspielt wurde, weshalb sich die einzig noch in der eigenen Hälfte verbliebenen Innenverteidiger Michel und Teichmann gleich drei Rhinowern gegenüber sahen. Statt sich abzusetzen und Tempo aus der Aktion zu nehmen, versuchten die beiden Kickers-Verteidiger die Situation offensiv zu klären, doch Michel kam zunächst gegen Dalmann zu spät, dieser konnte zu Schultz weiter spielen, der den ebenfalls draufgehenden Teichmann tunnelte, so dass Linksaußen Wolf außen durchbrechen konnte und die Kugel, links im 16er abschließend, an den rechten Innenpfosten und von dort ins Potsdamer Tor schießen konnte. Ab jetzt begann eine Odyssee der Kickers durch ein Meer von Einsatz und Zeitspiel. Bis auf eine abgerutschte Flanke von Einspannier und einen abgefälschten Freistoß von Schubert gab es wenige Möglichkeiten für die Pokis, Keeper Adler hatte beide Male Mühe, konnte aber jeweils klären. Seine beste Tat vollbrachte der Rhinower Schlussmann in der 44. Minute, als er einen kapitalen Schubert-Schuss aus 18m nach Eingabe von Melek noch so eben um den Pfosten lenken konnte. Es blieb also zur Pause bei der knappsten aller Führungen.
In der zweiten Hälfte agierten die die Kickers nun endlich druckvoller und strukturierter. Endlich lief der Ball, Rhinow lief nun zunehmend hinterher. Bei den ersten Möglichkeiten von El Youssef (46., 48.) waren die Kickers noch nicht zwingend genug. In der 52. Minute konnte dann am rechten Flügel Einspannier frei gespielt werden, dessen Flanke konnte Kühn nur verlängern, so dass Krüger am linken 5er-Eck an den Ball kam. Mit seinem Drehschuss traf er leider aber nur den noch vor ihm stehenden Kühn, der so ungewollt zur Ecke klären konnte, Adler wäre hier machtlos gewesen. Die folgende Ecke brachte Neuer per Kopf Richtung Tor, jedoch konnte Bessert noch vor der Linie klären. Rhinow wurde nun immer stärker in die eigene Hälfte gedrückt, in der 58. Minute spielte Michel nach einem Befreiungsschlag der Hausherren auf linksaußen Schneider frei, dessen Diagonalpass fand den völlig freien Krüger 8m vor dem Tor, doch da dem Kapitän der Gäste das Spielgerät zu weit vom Fuß prallte, konnte Adler per Fußabwehr klären, der Nachschuss von El Youssef konnte dann geblockt werden. Weiter rollte Angriff auf Angriff auf das Tor der immer müder werdenden Gastgeber. In der 61. Minute flankte Melek von links zu Schneider, dessen Kopfballablage nahm Schubert direkt, sein Drehschuss aus 8 Metern verfehlte aber knapp das Tor. Noch klarer war zwei Minuten später die Möglichkeit für El Youssef, dieser traf aber 3m vom linken Pfosten entfernt eine Freistoßeingabe von Schubert nicht gut genug und drosch die Kugel cm am linken Pfosten vorbei. In der 67. Minute verzog Schubert einen Freistoß von der 16er Grenze nur um Haaresbreite, Keeper Adler hatte sich nicht mal bewegt und wäre hier chancenlos gewesen. In der 75. Minute sollte sich die harte Gangart der Rhinower dann endlich rächen, ein Freistoß von linksaußen, von Schubert getreten, sollte da nämlich den hoch verdienten Ausgleich bringen: Bedrängt von je einem Spieler beider Teams konnte Keeper Adler die Kugel am kurzen Pfosten nicht klären, dafür aber kam Neuer am langen Pfosten an die Kugel und konnte sie über die Linie drücken. Anschließend entbrannte eine wilde Diskussion der Gastgeber mit dem 1. Assistenten, jedoch lagen die Unparteiischen richtig, wie auch Videobilder bewiesen. Leider hatte das halbstündige Anrennen viel Kraft gekostet, die Kickers vermochten es in der Folge kaum noch, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen, lediglich da Costa Prata bot sich noch eine Chance nach Pass von Schubert, jedoch sprang dem Linksverteidger der Ball zu weit vom Fuß, so dass Adler die Kugel aufnehmen konnte.
Am Ende blieb es beim 1:1, über das sich keiner der beiden Kontrahenten wirklich freuen konnten. Zum einen Rhinow, weil aus ihrer Sicht der Ausgleichstreffer irregulär war, aber auch die Kickers, weil 1 Punkt gegen einen solchen Gegner einfach zu wenig ist. Die verlorenen beiden Punkte sollen nach Möglichkeit in zwei Wochen in Neuruppin zurückgeholt werden. In der nächsten Woche bekommen im Pokal in Wittbrietzen auch Spieler ihre Einsatzchance, die bislang noch nicht so zum Zuge kamen.
Aufgebot: Lenz – Neuer (88. Mühle), Teichmann, Michel – Melek (V., 65. Nwosu) – da Costa Prata (V.), T. Schneider, Schubert, Einspannier – Krüger, El Youssef (77. Elsaßer)
Torfolge:
1:0 Wolf (32., Schultz)
1:1 Neuer (75., Schubert)
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MAZ:
SV Rhinow/Großderschau – Potsdamer Kickers 94 1:1 (1:0).
Tore: 1:0 Mathias Wolf (32.), 1:1 Felix Neuer (75.).
Der Aufsteiger aus Potsdam ist auch nach dem zweiten Spieltag ungeschlagen und liegt auf dem fünften Tabellenplatz. Trainer Stephan Ranz war mit der Leistung dennoch nicht zufrieden. „Das war insgesamt zu wenig. Der Gegner hat eine Chance und macht das Tor. Wir haben genügend Chancen auf den Sieg, sind aber nicht zielstrebig genug.“ Insbesondere in der ersten Hälfte ließen die Gäste gute Möglichkeiten ungenutzt. „Läuferisch hat es gepasst“, lobte Ranz derweil. So wurde sein Team immerhin mit dem Ausgleich belohnt. Neuer staubte nach einem Standard ab.
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GEGNER:
SV Rhinow/Großderschau sichert sich einen Punkt
Auch im zweiten Spiel der neuen Saison reichte es für die Landesklassen-Fußballer des SV Rhinow/Großderschau wieder nur zu einem Punkt. War dieser letzte Woche gegen Seddin noch etwas glücklich, konnte man am Samstag von einem eher unglücklichen Punktverlust sprechen, da der Ausgleichstreffer der Gäste aus Potsdam aus einer Abseitsstellung resultierte (75.). In dieser Situation war der Schiedsrichterassistent nach eigener Aussage etwas indisponiert. So kam Landesklassen-Aufsteiger Potsdamer Kickers, der am ersten Spieltag mit einem 6:1-Sieg gegen den VfL Nauen aufhorchen ließen, zu einem aus seiner Sicht glücklichen Punktgewinn. Doch über das ganze Spiel betrachtet war das Unentschieden am Ende doch leistungsgerecht. In diesem Spiel schenkten sich beide Mannschaften bei hochsommerlichen Temperaturen nichts. Das Geschehen spielte sich oft zwischen den Strafräumen ab, nur selten sah man gefährliche Strafraumaktionen. Eine der wenigen konnte Mathias Wolff nach einem schnellen Angriff der Gastgeber überlegt abschließen (32.).
Ausgleich fällt nach einem Freistoß
Auch nach dem Wechsel war die Partie mehr von Kampf als von spielerischen Akzenten geprägt. Bis zur besagten Szene konnten die Hausherren die knappe Führung behaupten, doch dann kam die schon beschriebene Situation, die zum Ausgleich für die Gäste führte. Der Rhinower Trainer Ronny Ostwald sagte nach dem Spiel, das seine Mannschaft bei diesen Temperaturen alles gegeben hätte und sich durch einen irregulären Ausgleichstreffer nicht mit einem Dreier belohnen konnte. Doch alles in allem geht das Endergebnis für ihn schon in Ordnung. Die Rhinower liegen damit zunächst einmal im Mittelfeld der Tabelle. Am nächsten Wochenende ruht der Ligabetrieb, dann sind die Rhinstädter im Kreispokal gefordert. Beim Team aus der 2. Kreisklasse, dem Zernitzer SV II, wäre alles andere als ein Sieg der Ostwald-Truppe eine dicke Überraschung.
In der Liga geht es derweil mit dem dritten Heimspiel in Serie weiter. Am 10. September empfangen die Rhinower mit dem TSV Treuenbrietzen eine Mannschaft gegen die es dringend zu punkten gilt. Die Fläminger wurden am Ende der letzten doch nur 15. und gelten als direkter Konkurrent.
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Spielberichte der Konkurrenz:
SG BORNIM - VERITAS WITTENBERGE/BREESE
SG Bornim siegt nach 0:2-Rückstand
Aufatmen bei der SG Bornim: Die Kicker von Trainer Lars Philipp kamen am zweiten Spieltag der Landesklasse West zum ersten Saisonerfolg und rehabilitierten sich damit von der 0:4-Auftaktpleite gegen Union Neuruppin.
Dabei begann die Partie für die Bornimer, bei denen Trainer Philipp 90 Minuten auf dem Feld stand, alles andere als nach Plan. Nach Treffern von Norman Hurlbrink (12. Minute/Elfmeter) und Christoph Nitsche (27.) lag man wieder früh zurück. Davon ließ sich der Gastgeber vor 46 Zuschauern aber nicht ermutigen und kam keine 60 Sekunden nach dem 0:2 durch Fabian Herberg zum Anschluss (28.).
Nach dem Seitenwechsel verteidigte Veritas die knappe Führung lange Zeit, ehe Bornim in der Schlussphase eiskalt agierte. Jan Lipski (77.) und Angreifer Sascha Herbst (85.) drehten die Partie mit ihren Treffern endgültig und tüteten den ersten Dreier für ihr Team ein. Die Potsdamer rangieren damit mit drei Punkten und 3:6 Toren auf Tabellenplatz acht. Wittenberge wartet bei 4:7 Treffern weiter auf das erste Erfolgserlebnis und liegt auf Rang 15.
Veritas mit 2:0 geführt und doch noch verloren
SG Bornim – FSV Veritas Wittenberge/Breese 3:2 (1:2)
Eine vermeidbare Auswärtsniederlage kassierte die Veritas-Elf im Potsdamer Stadtteil Bornim. „Wir haben von Anfang an eigentlich alles richtig gemacht, spielten uns permanent über die Flügel gute Chancen heraus“, freute sich Veritas-Co-Trainer Manuel Roeseler. Norman Hurlbrink hatte die Wittenberger in der 12. Minute mit einem Strafstoß 1:0 in Führung gebracht. Christoph Nitsche besorgte dann in der 27. Minute sogar das 2:0.
Zwar kassierten die Wittenberger mit dem Anstoß im direkten Gegenzug durch Fabian Herberg das 1:2, sie hatten das Spiel aber weiter unter Kontrolle, ließen Ball und Gegenspieler laufen, so wie es das Veritas-Trainerduo Christian Krause/Manuel Roeseler bei den hohen Temperaturen vorgegeben hatte. „Das haben die Jungs auch super umgesetzt. Allerdings nur bis zur Pause“, haderte Roeseler mit dem weiteren Spielverlauf. Denn die Veritas-Kicker agierten nach dem Seitenwechsel überwiegend mit langen Bällen. Die Mannschaft wollte so die Bälle von Marc Michitsch, der für den verletzten Stammtorhüter Martin Marx zwischen die Pfosten gehen musste, fernhalten. „Das war natürlich überhaupt nicht gut für unser Spiel“, bedauerte der Co-Trainer.
Roeseler: Das gab einen Bruch in unserem Spiel
Wittenberges Torwart Martin Marx war angeschlagen in die Partie gegen Bornim gegangen. Als er dann bei einer Parade gegen die nie aufsteckenden Gastgeber einen Ball auf die Fußspitze bekam, machte sich seine alte Verletzung wieder bemerkbar. Roeseler: „Martin hatte seit einem Pressschlag im Testspiel gegen den Möringer SV Ende Juli ein Innenbandproblem. Zwischenzeitlich hatte er drei Wochen Urlaub und stieg erst am vergangenen Donnerstag wieder ins Training ein. Da er uns signalisierte er könne wieder spielen, haben wir mit seinem Ausfall gar nicht gerechnet.“ Doch Marx fiel aus und Ersatzkeeper Remo Hünemörder fehlte dem Team. Ihn hatte das Trainerduo nicht in die Landeshauptstadt mitgenommen. So musste Außenverteidiger Marc Michitsch ins Tor.
Der fehlte nun aber auf dem Feld. „Das gab einen Bruch in unserem Spiel. Die Mannschaft hat nach den Umstellungen nicht mehr das gespielt, was sie in der ersten Halbzeit noch so gut gemacht hatte“, meinte Roeseler. Die Bornimer erkannten und nutzten ihre Möglichkeiten clever. Erst besorgte Jan Lipski (77.) für sie den Ausgleich, dann traf auch noch Sascha Herbst fünf Minuten vor dem Spielende zur 3:2-Führung der SG. So rächte sich die schlechte Chancenverwertung der Wittenberger aus der ersten Halbzeit doch noch. Denn die hätten zur Pause gut und gern mit 4:1 führen können. Ein weiterer Wermutstropfen war der Platzverweis für Hans-Michael Mischlewski (90.). Der agile Stürmer flog wegen einer Schiedsrichterbeleidigung vom Platz und wird Veritas nun für mindestens zwei Spiele fehlen.
Das nächste Pflichtspiel absolviert Veritas am kommenden Wochenende in Hoppenrade. Im Kreispokal muss die Truppe gegen Kreisklasse-Vertreter Garz II ran.
FSV Veritas Wittenberge/Breese: Martin Marx (46. Sina Dabirifard) Alexander Helzel. Marc Michitsch, Marvin Michitsch, Patrick Dieckhoff, Dennis Gecke, Christoph Nitsche, Hans Michael Mischlewski, Sebastian Metschulat, Philipp Petraschek, Norman Hurlbrink
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TELTOWER FV - GÜLITZ
Zweites Spiel, zweiter Sieg der Teltower
Vorab: Es war bei tropischen Temperaturen Fussball zum abgewöhnen, was beide Teams den wenigen Anwesenden boten! Am Ende stand der Heimerfolg, auch weil der TFV trotz arger Personalnot (mit Fenchel, Borchardt, Fröhlich, Stollay, Hennig und Dahlmann fehlten 6 Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen) die bessere Fußballmannschaft hatte.
Die Gäste aus Gülitz, über ihre Nummer 9 (Wolgast) stets gefährlich bei langen Schlägen, ansonsten doch fußballerisch nur über die Nummer 18 (Teske) bei Freistößen aus dem Halbfeld gefährlich. In Halbzeit eins war der Gastgeber aus Teltow pomadig und mit so gut wie keiner zündenden Idee. Alle schleppten sich mehr oder weniger über den Platz und wenn dann doch mal so etwas wie Direktspiel zustande kam, war bei der dritten Station der Ball auch schon wieder weg. Unkonzentriertheiten, mangelhafte Bewegung und ein Passspiel, welches diesen Namen nicht verdiente, trugen zur unansehnlichen Hälfte eins bei!
Gewinnen, egal wie
Der Satz des Trainers gewinnen, egal wie, wurde da doch allzu wörtlich genommen! Die Gäste hatten in Halbzeit 1 die besseren Einschussmöglichkeiten. So, als ein Mondball ca. 7m vor dem Tor der Gastgeber vom Himmel fiel und der 19-jährige Kobe, interessiert das Treiben beobachtete. Wächter Stein, wieder mit grundsolider Leistung, stand richtig und wurde angeschossen. Er behauptete hinterher, grandios reagiert zu haben, seis drum, es blieb beim 0:0.
Dann plötzlich, es waren 26 Minuten gespielt, stand es auf einmal 1:0! Vorausgegangen waren drei schnelle und direkte Pässe mit abschließender Ablage von E. Hecht auf El Rabah, welcher den Ball mitnahm und mit dem zweiten Kontakt, hoch ins Eck veredelte. Nach einer etwas intensiveren Halbzeitansprache, wurde das Spiel der Gastgeber etwas besser. Ohne allerdings auch nur annährend an die Leistung beim Auftakterfolg (4:1 bei Fortuna Babelsberg) heranzureichen.
Teltow siegt nach hektischer Schlussphase
Das 2:0 erzielte Oldie E. Hecht aus elf Metern, nachdem der umsichtige Schiri Schiller aus Oranienburg Handstrafstoß für die Gastgeber gepfiffen hatte. Der Anschluss dann kurz vor Ultimo, durch einen direkten Freistoss. Schön gemacht, aber wenn die Mauer mal hochspringt, geht der Ball ganz sicher nicht in das Tor. Der Heimdreier war nach dem Anschluss und einer hektischen Schlussphase eingetütet.
Neun gelbe Karten (5/4) belegen, wie umkämpft das Spiel war. Allerdings kassierte der Gast drei seiner vier Gelben, für Unsportlichkeiten (laut Spielbericht). In 14 Tagen geht es für die Roten dann nach Brandenburg zum Johannisberger Anger, wo die ambitionierte Truppe von Trainer Wittke wartet. Lok Brandenburg hat nach Heimremis (2:2 gegen Lok Potsdam) und einer Auswärtsniederlage in Meyenburg (2:4) erst einen Zähler auf der Habenseite.
Am kommenden Sonntag (4. September) gastiert die SG Bornim an der Jahnstraße. Dann zum Kreispokalspiel der zweiten Runde!
Gülitz belohnt sich nicht
Am 2. Spieltag reisten die Gülitzer im ersten Auswärtsspiel zum neuen Ligamitglied nach Teltow.
Nachdem die Gastgeber zu Beginn der Saison für einen Paukenschlag gegen Fortuna Babelsberg gesorgt hatten, waren die Prignitzer gewarnt und begannen zunächst mit einem zusätzlichen Defensivspieler. Nach kurzer Zeit wunderten sich aber alle Beteiligten, dass es eher die Gülitzer waren, die immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen kamen. Vor allem Marcel Teske und Andy Wolgast besaßen klare Gelegenheiten und hätten ihre Mannschaft in Führung bringen müssen. Aus dem Nichts fiel der Treffer dann auf der anderen Seite. Nach einer eigenen Ecke waren die Gülitzer unsortiert. Dies nutzten die Teltower in Person von El-Rabah per sehenswertem Schlenzer zur glücklichen Führung. Trotz des Tores blieben die Gülitzer das gefährlichere Team und kamen wiederum durch Marcel Teske und Andy Wolgast zu weiteren Gelegenheiten. In beiden Fällen wollte aber kein Treffer fallen, sodass es mit einem Rückstand für die Gülitzer in die Pause ging. Auch in der zweiten Hälfte änderte sich nur wenig am Geschehen. Die Gastgeber schafften es einfach nicht Dominanz in ihr Spiel zu bekommen. Trotzdem besaß man kurz nach dem Wiederanpfiff die Möglichkeit zur Vorentscheidung. Oliver Hoffmann ließ sich aber nicht überwinden und hielt die Gülitzer weiter im Spiel. In der Offensive waren es Andy Wolgast und auch Patrick Gruel die Chancen hatten. Ein Treffer wollte aber nicht fallen. Stattdessen kamen die Teltower nach einem Handspiel per Strafstoß zum 2:0. Nach dem Treffer liefen die Prignitzer noch wütender an. In dieser Zeit zeichnete sich der Keeper der Gastgeber Thoralf Stein mehrere Male glänzend aus und brachte die Gülitzer zur Verzweiflung. In der 84. Minute war aber auch Stein chancenlos. Andy Wolgast nutzte einen der zahlreichen Freistöße und verkürzte auf 2:1. In den letzten Minuten versuchten die Gäste noch einmal alles ohne aber wirklich für Gefahr zu sorgen.
Am Ende sehr bitter für die Gülitzer, dass man nach zwei guten Spielen noch ohne Punktgewinn in der Liga dasteht, obwohl jeweils mindestens eine Punkteteilung verdient gewesen wäre. Kommendes Wochenende tritt man im Pokal bei Jahn Lanz an.
Gülitz: Oliver Hoffmann, Torben Wiede, Tony Hoppe, Patrick Path (46min Andy Bauermeister), Oliver Geske, Oliver Bartel, Stephen Wiede, Marcel Teske, Patrick Gruel, Martin Dolling, Andy Wolgast
1:0 Ahmad El-Rabah 26. Minute
2:0 Edgar Hecht 59. Minute
2:1 Andy Wolgast 84. Minute
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VFL NAUEN - UNION NEURUPPIN
Landesklasse West: VfL Nauen – Union Neuruppin 1:4 (0:2).
Tore: 0:1 Sebastian Miessner (15.), 0:2 Jannis Steinke (42.), 0:3 Miessner (57.), 0:4 Steven Wolter (72., FE), 1:4 Marcel Kuzdak (79.).
Die sechs Punkte nach zwei Partien gefallen dem Unioner Trainer Stephan Ellfeldt, über die Tabellenführung ist er nicht ganz so glücklich. „Als Tabellenführer, auch wenn erst zwei Spieltage vorbei sind, steht man mehr im Fokus“, erklärt er. In Nauen zeigte sein Team wieder eine gute Leistung und siegte sicher 4:1. „Es war verdient. Allerdings hat uns Keeper Füllbier mit tollen Paraden in entscheidenden Szenen vor einem Gegentor bewahrt“, sagte er.
Union begann abwartend, nach dem 1:6 der Nauener gegen Aufsteiger Potsdam, wusste man nicht, wie stark das Heimteam ist. Nauen hatte einige gute Aktionen und eine ganz klare Chance, mit einem tollen Reflex verhinderte Keeper Füllbier den Nauener Führungstreffer. Kurz danach ging Union in Front. Abwehrspieler Mike Krüger schaltete sich in die Offensive ein und Sebastian Mießner nutzte seine Eingabe zum 0:1 (15.). „Das war gut herausgespielt, genau wie das 2:0“, freute sich Ellfeldt.
Nauen in Überzahl zum Anschlusstreffer
Jannis Steinke lief in den freien Raum, der Pass kam genau und er schob überlegt ein. Union hatte weitere Chancen, hatte dann aber Glück, als Füllbier kurz vor der Pause erneut toll reagierte. Nach dem Wechsel hatte Union, die Partie im Griff. Mit einem tollen Tor gelang Miessner das 0:3. Per Foulstrafstoß traf Steven Wolter zum 0:4. Marco Wornest, der ein starkes Spiel zeigte, und Lars Pickert hatten weitere klare Torchancen.
„Dabei musste der Heimkeeper gar nicht eingreifen, alle Schüsse gingen vorbei“, ärgerte sich Ellfeldt. Als sich dann Steven Wolter verletzte, Union kurzzeitig in Unterzahl agierte, gelang Nauen der Ehrentreffer. „Schade, ich hätte mir für Füllbier die Null gewünscht, die hätte er sich verdient“, sagte Ellfeldt.
Union: Füllbier D. Wolter, Fechner, Herrmann, Krüger (46. Prasse), St. Wolter (82. Handke), Steinke, Wornest, Pickert, Pfefferle (60. Lenz), Miessner.
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MEYENBURGER SV WACKER - LOK BRANDENBURG
Gar nicht so schlecht verkauft
Für die Kicker der SG Lok Brandenburg ging es zum ersten Auswärtsauftritt in der neuen Saison der Landesklasse West zum Meyenburger SV Wacker 1922. Dem Gastgeber mussten sich die Havelstädter in der Vorsaison zweimal beugen. Bedingt durch große Personalsorgen, Lok standen nur elf Mann zur Verfügung, konnten die Westbrandenburger auch dieses Mal nichts reißen und unterlagen mit 2:4 (1:1).
Aufgrund vieler Ausfälle durch Urlaub, Arbeit und Verletzungen musste sich Lok-Trainer Ike Wittke sogar selbst aufstellen, das Brandenburg eine vollständige Elf stellen konnte. Mit diesem Handicap war es für die Gäste klar, dass sie größtenteils nur über eine kompakte Abwehrleistung und schnellem Umschaltspiel in Meyenburg etwas zu holen war. Das klappte in der Anfangsphase auch sehr gut und lok konnte nach 25 Minuten sogar in Führung gehen. Nach einer Ecke schlug ein Wacker-Spieler den Ball aus dem Strafraum her. Darauf brachte ein Lok-Spieler den Ball zurück in die Gefahrenzone und Chris Mahnke konnte unbedrängt zum 1:0 einschieben. Auch in der Folgezeit ging die Taktik der Brandenburger auf. Ein Torwartfehler, SG-Keeper Nico Breuer nahm den Ball nach einem Rückpass mit den Händen auf, bescherte den Gastgebern vier Minuten vor dem Seitenwechsel den Ausgleich, als darauf nach einem indirektem Freistoßtreffer der Ball zum 1:1-Pausenstand im Brandenburger Tor zappelte.
Nach dem Wiederanpfiff hielt die SG an ihrer defensiven Spielweise fest und konnte in der 56. Minute erneut die Führung übernehmen. Nach schnellem Umschaltspiel war Andreas Lenz alleine auf dem Weg Richtung SV-Kasten unterwegs und überwand den gegnerischen Schlussmann zum 2:1 für die Gäste. Nur fünf Minuten später konnte Wacker nach einem unnötigen Foul an der Strafraumgrenze erneut ausgleichen. Den Freistoß verwandelte ein Meyenburger direkt, womit die Hausherren ein zweites Mal nach einem Standard trafen. Und nur eine Minute später ein drittes Standardtor. Nach einem Freistoß von außen köpfte ein wacker-Akteuer unbedrängt zur erstmaligen 3:2 Führung ein (63.). Meyenburg witterte nun seine Chance, weiter zu scoren. Und in der 71. Minute konnten die Gastgeber dann auch einmal aus dem Spiel heraus einnetzen. Eine gut herausgespielte Kombination über mehrere Stationen führte zum 4:2 für den SV. Lok erspielte sich in der Schlussphase noch einige Halbchancen, die nicht zwingend genug waren, so es am Ende beim Zwei-Tore-Vorsprung für Meyenburg blieb und Brandenburg die erste Saisonniederlage hinnehmen musste. „Bei unserer Personallage war es bei trotz der Pleite ein guter Auftritt von uns. Die Mannschaft hat sich geschlossen präsentiert“, fand SG-Trainer Wittke.
Wacker hat den längeren Atem
Meyenburger SV Wacker – SG Lok Brandenburg 4:2 (1:1)
Wie im letzten Jahr konnten die Havelstädter auch diesmal gegen Wacker nicht gewinnen. Nur mit elf Aktiven angereist, waren sie lange Zeit aber ein unbequemer Gegner, nicht nur weil sie den Wackeranern zumeist körperlich überlegen waren. Marcus Krüger hatte zwar nach Vorlage von Ronny Janott schon nach drei Minuten eine gute Chance, aber die gut organisierten Gäste ließen keine weiteren zu und deuteten ihrerseits vor allem durch Chris Mahnke ihre Gefährlichkeit an. Als der kurz nach der Trinkpause nach einem schnellen Konter frei zum Schuss kam, hieß es 0:1 (28.).
Wacker verstärkte die Angriffsbemühungen Maximilian Mareks Kopfball nach einer Ecke von Kevin Berlin hielt Nico Breuer noch sicher, dann aber unterlief ihm kurz vor der Halbzeitpause ein krasser Fehler, als er einen Rückpass eines eigenen Spielers aufnahm. Der insgesamt gut leitende Schiri Ulf Mittmann entschied auf indirekten Freistoß. Den legte Berlin kurz auf Krüger ab, der den Ball durch die Mauer zum 1:1-Ausgleich (43.) knallte. Christian Dramburg hielt dann noch gegen Mahnke das Ergebnis fest und Berlin scheiterte an Breuer, ehe es in die Halbzeitpause ging.
Mir: Es war ein Geduldsspiel für uns
Die war den Gästen gut bekommen. Eugen Klassen vergab eine klare Chance, aber Andreas Lenz nutzte einen schnellen Konter zur erneuten Gästeführung (1:2, 55.). Die hielt aber nur bis zur 62. Minute. Krüger gelang mit einem Freistoß aus größerer Entfernung zunächst der 2:2-Ausgleich und nur eine Minute später nach Vorlage von Berlin die erstmalige Führung für Wacker (3:2, 63.). Kurz darauf scheiterte Felix Mattner, der im Mittelfeld eine recht ordentliche Leistung bot, an Breuer. Ausgebaut wurde die Führung durch den eingewechselten Christian Külske nach Freistoß von Berlin mit einem gut platzierten Kopfball zum 4:2 (81.). Die Gäste steckten nicht auf, doch der stramme Schuss von Spielertrainer Ike Wittke ging neben das Tor und Dramburg hielt eine Freistoß von Lenz.
Wackers Trainer Raimund Mir meinte nach der Begegnung: „Lok reiste stark ersatzgeschwächt an und war taktisch gut organisiert. Am Ende war es ein Geduldsspiel für uns.“
Meyenburger SV Wacker: Christian Dramburg Marcus Krüger, Ronny Janott, Tony Kipper (73. Ramon Schäfer), Marvin-Peer Jahnke, Kevin Berlin, Jan Eßmann, Felix Mattner (68. Ricardo Laszig), Florian Rieck, Bryan-Andy Domagalska (62. Christian Külske), Maximilian Marek
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HANSA WITTSTOCK - FORTUNA BABELSBERG
Das Glück für eine Saison aufgebraucht
Landesklasse West: Hansa Wittstock – Fortuna Babelsberg 3:0 (0:0).
Tore: 1:0 Oliver Drott (54., FE), 2:0 Arian Diekmann (66.), 3:0 Tobias Radon (89.).
Das häufigste Wort nach dem 3:0-Sieg von Hansa Wittstock über Fortuna Babelsberg war in Wittstock wohl: Glück. „Ja, es war ein sehr glücklicher Sieg“, gestand auch Hansa-Coach Jörg Lutter. Der musste Paschtschenko, Strothenk, Haak, Mattner und Martin Schmidt ersetzen, gab den Youngster Brödnow, Diekmann und Schiller die Chance. Zudem fiel Jochen Meier früh verletzungsbedingt aus. In der ersten Hälfte war Fortuna klar überlegen, Hansa konnte sich kaum einmal vom Dauerdruck befreien. Auch weil bei Ballbesitz zu ungenau und hektisch gespielt wurde. „Man hat gesehen, die jungen Leute müssen noch viel lernen“, sagt Lutter.
Gäste ließen beste Chancen aus
Babelsberg rannte an, aber beste Chancen wurden ausgelassen oder von Keeper Kevin Apitz entschärft. Als ein Rückpass von Tobias Radon auf seinen Keeper zu kurz geriet, kam Tony Zimmermann an den Ball, umspielte Apitz, doch auf der Linie rettete Oliver Drott spektakulär. Drott hielt die Defensive zusammen und war immer wieder Turm in der Abwehrschlacht. Als dann Denny Schwabe allein vor Apitz auftauchte, parierte der stark. Das erste Offensivzeichen für Hansa setzte Tommy Hordan (37.) mit einem Kopfball.
Babelsberg blieb dominant, berauschte sich aber an seine Überlegenheit, agierte nicht zwingend genug. Hansa konnte sich etwas befreien und Tom Techen hatte kurz vor der Pause die große Chance zum 1:0, sein Schuss sauste aber knapp am Pfosten vorbei. „Wenn wir das Remis bis zum Schlusspfiff halten, wäre das toll. Babelsberg ist ja total überlegen gegen unsere junge Mannschaft, bisher hatten wir viel Glück“, sagte Co-Trainer Wolfgang Trapp in der Pause.
Hansa nutzt seine Chancen effizient
Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel, Babelsberg blieb spielbestimmend. Hansa agierte in der Defensive aber geschickter, befreite sich. Als dann bei einer Flanke ein Babelsberger den Ball an der Hand bekam, gab es Elfmeter, den Drott sicher verwandelte. Der Gast wirkte angeschlagen, offenbarte nun Lücken in der Abwehr. Als Hordan sich zweimal geschickt durchsetzte, wurde er dann per Foul gestoppt. Ein Babelsberger sah die Ampelkarte. Auch in Unterzahl war der Gast überlegen, Robert Flügel traf nur den Pfosten.
Dann gab es einen blitzsauberen Konter der Wittstocker über Hordan und Techen, dessen Eingabe schob Arian Diekmann zum 2:0 über die Linie. Babelsberg rannte weiter an, erneut hatte Hansa bei einem Lattenknaller Glück. Kurz danach übersah der Schiedsrichter ein Handspiel von Gardemin. Zweimal parierte Apitz stark gegen Schwabe, die Gäste verzweifelten langsam. Bei einem Konter scheiterte Hordan am Gästekeeper. Die anschließende Ecke köpfte Radon zum 3:0-Endstand ein. „Ich kenne das, wir haben auch schon Spiele verloren, in denen wir klar überlegen waren. Doch Babelsberg hat seine Chancen nicht genutzt, dafür können wir nichts“, sagte Lutter.
Hansa: Apitz - Gardemin, Drott, Maik Schmidt, Meier (37. Bachot), Brödnow, Radon, Reschke, Diekmann (73. Schiller), Techen, Hordan.
Große Enttäuschung bei Sebastian Michalske
FK Hansa Wittstock 1919 – Fortuna Babelsberg 3:0 (0:0).
Tore: 1:0 Oliver Drott (54./Elfmeter), 2:0 Arian Diekmann (66.), 3:0 Tobias Radon (89.), Gelb-Rot Krause (56.).
Sebastian Michalske schüttelte auch einen Tag später noch den Kopf. „Die Niederlage war unfassbar unverdient“, sagte Fortunas Trainer. „Wir hatten ein Chancenverhältnis von 14:4.“ Fortuna war zunächst drückend überlegen, stand dreimal allein vor dem gegnerischen Torwart. Nach der Pause bekam Wittstock einen umstrittenen Handelfmeter und Steffen Krause Gelb. Auch nach dessen Herausstellung drückte Fortuna, wurde dann aber ausgekontert. „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen, außer, dass sie die Tore nicht gemacht hat.“
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LOK POTSDAM - SCHWARZ-WEISS ZAATZKE
Potsdamer Gastgeber sehr effizient
Landesklasse West: Lok Potsdam – BSV SW Zaatzke 4:1 (3:0)
Tore: 1:0 Adrian Blei (21.), 2:0 Clements Mantei (30.), 3:0 Aaron Dix (44.), 3:1 Andreas Spiess (47.), 4:1 Blei (68.).Trotz einer guten Leistung bei hochsommerlichen Temperaturen fuhren die Schwarz-Weißen mit leeren Händen aus Potsdam nach Hause.
Die Anfangsphase verlief für den Gast gut. Gutes Abwehrverhalten und schnelles Umkehrspiel funktionierten. Jedoch in der torgefährlichen Zone fehlten die Durchschlagskraft und die Präzision. Ein Heber von Frederic Frommer über den herauslaufenden Keeper war die erfolgsversprechende Aktion. Anders der Gastgeber. Als ein Klärungsversuch aus der Zaatzker Abwehr zu kurz geriet, stand Adrian Blei goldrichtig und überwand mit einer Direktabnahme den chancenlosen Steffen Libske.
Der Gast wirkte verunsichert und Potsdam spulte sein Programm nun routiniert runter. Mit dem Spiel über Außen zog Lok die schwarz-weiße Abwehr immer wieder auseinander. So stand plötzlich Clemens Mantei im Zentrum völlig frei und ließ sich die Chance zum 2:0 nicht nehmen. Der BSV hoffte mit diesem Ergebnis in die Pause zu kommen. Doch nach einem eigenen Einwurf verlor man zu schnell den Ball und Aaron Hagen Dix bestrafte dies mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck.
Zaatzke überzeugt zu Beginn beider Halbzeiten
Nach dem Seitenwechsel rappelte sich Zaatzke noch einmal auf und nach einigen Umstellungen funktionierte auch das Spiel nach vorn besser. Zwar besaß Mike Weißfuß zunächst eine gute Gelegenheit zum vierten Treffer, jedoch im direkten Gegenzug verkürzte der BSV auf 1:3. Nachdem Libske die Potsdamer Chance reaktionsschnell geklärt hatte, bediente er Marten Sperling, der mit gelungenem Steilpass Andreas Spiess in Szene setzte.
Dieser zog unwiderstehlich an und vollendete entschlossen zum Anschlusstreffer. In der Folgezeit hatte der Gast seine stärkste Phase. Die Abwehr der Gastgeber wankte, aber sie fiel nicht. Erneut begünstigt durch einen Abstimmungsfehler gelang Lok bei einem der gefährlichen Gegenzüge das Tor zum Endstand. In guter Kombination zwischen Weißfuß und Blei musste Letzterer nur noch den Fuß hinhalten.
Der Sieg des Gastgebers war unzweifelhaft. Der Auftritt der Zaatzker zu Beginn beider Halbzeiten machte Mut für die anstehenden Aufgaben.
BSV: Libske, Sassenhagen, Bennarndt [Kühn], Beelitz, Sperling, Kuhnert, Spiess, Franke, Frommer, Friedl, Atlas
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TREUENBRIETZEN - LOK SEDDIN
Torschütze Tietz hält den Kasten sauber
TSV Treuenbrietzen – ESV Lok Seddin 2:3 (0:2).
Tore: 0:1 Kevin Tietz (36.), 0:2 Gerd-Paul Hencke (37.), 1:2 Nils Ross (65.), 2:2 Torsten Senft (71.), 2:3 Philipp Kruggel (89.).
Die Partie auf mäßigem Niveau nahm am Ende richtig Fahrt auf. Nach traumhaftem Tietz-Freistoß und Hencke-Solo sah Seddin bereits wie der Sieger aus. Doch wie gegen Rhinow-Großderschau (3:3) schenkte Lok einen Zwei-Tore-Vorsprung her. „Heute war ein Spiegelbild des ersten Spieltags“, sagte Trainer Uwe Majewski. Mit dem Unterschied: Kruggel besorgte noch den glücklichen Siegtreffer. Für den verletzten Keeper Felix Engel musste Torschütze Tietz in der 79. Minute zwischen die Pfosten und hielt sein Tor sauber.
Unglückliche Heimpleite für den TSV
Nachdem die Kicker des TSV Treuenbrietzen zum Saisonauftakt äußerst knapp bei Schwarz-Weiß Zaatzke verloren hatten (2:3), wollten sie gestern im Parkstadion gegen den zweiten Saisongegner der Landesklasse West, ESV Lok Seddin, endlich für die ersten drei Punkte sorgen. Daraus wurde nichts. Bei großer Hitze kämpften und ackerten sie vor allem in Halbzeit zwei und hatten einen Punkt schon so gut wie sicher. Eine sehr fragwürdige Elfmeterentscheidung entschied das Spiel aber zugunsten der Seddiner, von denen in den zweiten 45 Minuten eigentlich kaum noch etwas zu sehen war. So musste sich die Truppe von Trainer Peter Dörrwandt erneut mit 2:3 beugen und bleibt bislang noch ohne etwas Zählbares.
Nur zwölf Spieler standen Coach Dörrwandt für das erste Heimspiel zur Verfügung. Die begannen bei extremer Hitze sehr defensiv, erlebten nach zirka fünf Spielminuten aber um ein Haar einen Fehlstart. Ein Seddiner durchbrach die Viererkette der Hausherren und setzte den Ball haarscharf am rechten Pfosten vorbei. Danach stabilisierte sich die TSV-Verteidigung und für die Gäste war zunächst kein Durchkommen mehr. „Das haben sie taktisch super umgesetzt“, fand ihr Trainer. Mit schnellem Umschaltspiel übten sie selbst immer mehr Gefahr aus. Vier Ecken erspielten sie sich, die alle Abnehmer fanden, aber ohne Torerfolg blieben. In der 40. Minute bekam Lok dann einen Freistoß zugfesprochen. Den konnte ein ESV-Spieler direkt zur 1:0-Führung verwandeln. Nach dem Anstoß verlor der TSV den Ball in der Vorwärtsbewegung. Ein Lok-Stürmer kam an das Leder , berührte es auf dem Weg Richtung Treuenbrietzener Tor zweimal mit der Hand und konnte darauf zum 2:0 einnetzen. Der Referee sah es aber nicht und gab den Treffer. So mussten die Gastgeber mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine.
Auch in Hälfte zwei stand der TSV in der Defensive sicher und erarbeitete sich nach und nach gute Torchancen. In der 65. Minute spielte Tristan Rhaue einen schönen Pass zum neuen TSV-Kapitän Nils Ross, der auf 1:2 verkürzen konnte. Darauf rannten die Hausherren weiter an und kämpften um den schnellstmöglichen Ausgleich. Von Seddin ging nun kaum noch Gefahr aus. In der 75. Minute passte Ross von der rechten Außenbahn zum in den Strafraum einlaufenden TSV-Verteidiger Torsten Senft, der das hoch verdiente 2:2 erzielte. Darauf vergab der TSV zwei weitere gute Abschlüsse. In der 83. Minute musste sich Coach Dörrwandt dann selbst einwechseln, da Rhaue Krämpfe bekam und nicht weiter machen konnte. In der 85. Minute dann eine Offensivaktion der Gäste. Im Strafraum ging Martin Lüdicke zum Ball und touchierte leicht einen Gegenspieler. Der ließ sich dankend fallen und der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt. Und nach der erfolgreichen Verwandlung lagen die Gastgeber erneut zurück. Nur waren diesmal nur noch gut fünf Minuten zu spielen, in denen sie einen erneuten Ausgleichstreffer aber nicht mehr erzielen und die urplötzliche Niederlage kaum akzeptieren konnten.
„Schade, wir konnten uns für unseren gezeigten Kampfgeist nicht belohnen. Ich bin echt stolz auf die Leistung der Jungs.“, meinte Dörrwandt nach dem Abpfiff
Weiter geht es für die Treuenbrietzener Fußballer am Sonntag im Kreispokal. Dann tritt die Dörrwandt-Mannschaft beim Werderander FC III aus der 1. Kreisklasse an.